Sexualpädagogik in der Jugendhilfe: Fortbildung zu sexueller Entwicklung, Grenzachtung & Schutzkonzepten 

Über mich und meinen Zugang zu sexueller Bildung

 

                                                                                                            Bildnachweis: @peoplemages i-Stock 

Als langjährige, ehemalige Mitarbeiterin von pro familia Marburg, Sexualpädagogin, Systemische Familientherapeutin (IGST), Paartherapeutin und Traumaberaterin und nicht zuletzt als Mutter zweier Kinder konnte ich in den letzten 17 Jahren viel Erfahrung mit diesem lebensbegleitendem, besonderen, gesellschaftlichen und gleichzeitig individuellen Thema sammeln. Energie, Unsicherheit, Gleichheit, Unterschiedlichkeit, Sorgen, Widerstände, Scham Neugierde und Lust sind nur einige Begriffe, die mir einfallen, wenn ich an sexuelle Bildung und Sexualerziehung denke.
Seit vielen Jahren darf ich Kinder, Jugendliche, Fachkräfte, Eltern und Teams in unterschiedlichsten Kontexten bei ihren sexualpädagogischen Fragen und Prozessen begleiten. Als zertifizierte Fortbildnerin habe ich besonders viel Erfahrung in der prozessorientierten Unterstützung von Teams bei der Erarbeitung von sexualpädagogischen Konzeptionen erworben. Persönlich liegt mir die Fortbildung von ganzen Teams sehr am Herzen. Im Alltag fehlt häufig die Zeit, sich mit den eigenen Haltungen und Werten und den Haltungen und Werten anderer auszutauschen. Unsicherheiten und Fragen kommen häufig viel zu kurz.

In der Kinder- und Jugendhilfe treffen wir häufig auf Kinder und Jugendliche, die von sexualisierter Gewalt, Vernachlässigung oder anderen belastenden Erfahrungen betroffen sind. Diese Erlebnisse prägen die Art und Weise, des "Daseins" und des in Beziehung tretens. Natürlich spiegeln sich diese Erfahrungen auch auf der Bindungs- und Verhaltensebene wieder. Umso wichtiger ist es, dass Fachkräfte in der Lage sind, ihnen eine stabile, liebevolle und traumasensible Begleitung anzubieten. 

Meine Teamfortbildung zur traumasensiblen Sexualpädagogik bietet einen praxisnahen Ansatz, um Mitarbeitende zu stärken. Gemeinsam erarbeiten ich mit Ihnen, wie eine grenzwahrende und einfühlsame sexualpädagogische Begleitung gestaltet werden kann, die nicht nur aufklärt, sondern auch Sicherheit, Zutrauen sowie Vertrauen vermittelt und auf Bindung ausgerichtet ist.
In der Fortbildung lege besonderen Wert auf den behutsamen Umgang mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen. Mein Ziel ist es, Ihnen die Angst zu nehmen, mit betroffene Kindern- und zu diesem sensiblen Thema zu arbeiten. Denn gerade hier können Sie besonders wirksam sein. 
Ich möchte Sie dazu einladen, den Kindern ein gesundes, respektvolles und umfassendes Bild von Sexualität zu vermitteln.  
Durch eine bewusste, liebevolle und grenzwahrende Sexualpädagogik können wir Kindern und Jugendlichen helfen, ihren eigenen Körper und ihre Bedürfnisse besser zu verstehen, um so einen Beitrag leisten, der die Wahrscheinlichkeit erhöht, ein positives Selbstbild zu entwickeln.

Ganz nach dem Motto: "Bildung von Anfang an", erlebe ich immer wieder, wie wertvoll es ist, erwachsene Bezugspersonen zu begleiten und zu befähigen, einen liebevollen und grenzwahrenden Umgang mit Kindern, Jugendlichen und der Sexualität zu entwickeln. Sexualpädagogische Konzepte sowie Gewaltschutzkonzepte geben dabei den Rahmen vor und spiegeln die Werte und Haltung der Einrichtung wieder. Dieser klare Rahmen, gibt allen Beteiligten Handlungssicherheit.

Einrichtungen, Leitende, Erziehende, Teams und Einzelne auf diesem Weg zu unterstützen und somit Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu bieten, sich sicher und angstfrei entwickeln zu dürfen und einen positiven Zugang zu ihrem Körper zu entwickeln, erfüllt mich persönlich mit großer Freude

Meine Haltung 

Sexualität ist eine angeborene Lebensenergie. Der Umgang mit dieser Lebensenergie muss selbstverständlich erlernt werden. Hierzu braucht es die liebevolle und grenzwahrende Unterstützung erwachsener Bezugspersonen. Dabei sind Eltern und pädagogischen Fachkräfte häufig gleichermaßen herausgefordert. Denn Kinder konfrontieren uns nicht selten, auch durch Ihre kindlichen und jugendlichen sexuellen Körperäußerungen, mit eigenen Gefühlen und Erfahrungen, die wir im Laufe unseres Lebens gesammelt haben. 

Generell ist es von zentraler Wichtigkeit, den Unterschied zwischen kindlicher- und erwachsener Sexualität und von gewollter Sexualität und erlebter sexueller Gewalterfahrungen zu machen und in der Bedeutung wirklich zu verstehen. Bei sexueller Gewalt wird das Mittel der Sexualität benutzt, um Macht auszuüben. Die eigene Sexualität selbstbestimmt leben und erleben zu dürfen, bedeutet positive Lebensenergie freisetzen zu können. Sich selbst positiv zu spüren.

Die eigene intensive Auseinandersetzung mit der sexuellen Biographie, die Reflexion der Haltung und nicht zuletzt die Aneignung von Wissen sind die wichtigsten Bausteine, um Kinder und Jugendliche auf ihrem Weg zu einem positiven Zugang zu Ihrem Körper zu unterstützen und vor sexualisierter Gewalt und Übergriffen zu schützen. 

Speziell für Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe biete ich Grundlagenfortbildungen rund um das Thema Kindliche Sexualität, Jugendsexualität, sexuelle Übergriffe, sexualisierte Gewalt und traumasensible Sexualpädagogik an.

 Teamfortbildungen, Workshops und Elternabende können Live-Online, Präsent oder in einer Mischform stattfinden. 

Sexualpädagogische Konzeptionsarbeit als Kommunikationsprozess im Team

Mit der verpflichtenden Einführung des Gewaltschutzkonzeptes stehen Jugendhilfeeinrichtungen und deren Leitungen vor der herausfordernden Aufgabe diese Konzepte mit "gelebtem" Inhalt zu füllen und "lebendig" zu halten.  

Wie kann der Kommunikationsprozess zur Umsetzung im Team bestmöglich gelingen? Wie können alle Mitarbeitende, Kinder und Eltern von dem Ergebnis profitieren?
Eine gewinnbringende Möglichkeit, ist die Buchung meiner Grundlagenfortbildung für ganze Teams. 

Hier biete ich verschiedene Formate mit unterschiedlichen Schwerpunkten an. Darauf aufbauend oder bei Bedarf alleinstehend können viele andere Themen rund um sexuelle Bildung wie z.B. Unterscheidung kindliche Sexualität - erwachsene Sexualität, sexuelle Übergriffe unter Kindern und Jugendlichen, Prävention & Intervention von sexualisierter Gewalt, gelingende Elternarbeit, Gesprächsführung mit Kindern und Jugendlichen, Risikoanalyse und sexuelle Vielfalt u.a. gebucht werden.  

Nach Abschluss der Fortbildung erhalte ich häufig das Feedback, dass ohne das Basiswissen zur Unterscheidung von kindlicher Sexualität und erwachsener Sexualität, eine sexuelle Übergriffigkeit oder der Hinweis auf eigene Betroffenheit nicht eindeutig erkannt, bewertet und aufgelöst werden konnte. Durch die Vermittlung von Wissen und Haltung entsteht ein Prozess der Bewusstwerdung und Sichtbarmachung, sowie ein Zuwachs an Sicherheit den Themen Sexualität und sexuelle Übergriffe gegenüber. Gleichzeitig erhalten Sie viele Ideen, wie sie methodisch mit den Kindern und Jugendlichen arbeiten können.

Sexualpädagogisches Konzept

Sexuelle Bildung in der Jugendhilfe: Haltung, Schutz und Beziehung gestalten

Ein sexualpädagogisches Konzept ist ein zentraler Baustein eines umfassenden Schutzkonzepts in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe. Es schafft Orientierung, fördert einen offenen Umgang mit Sexualität und trägt zur Prävention sexualisierter Gewalt bei.

Dabei geht es nicht nur um Wissensvermittlung, sondern um Haltung, Beziehungsgestaltung und die Förderung von sexueller Selbstbestimmung und auf Augenhöhe und traumasensibel.


Warum ein sexualpädagogisches Konzept?

Jugendliche, die in stationären, teilstationären oder ambulanten Settings begleitet werden, bringen häufig unterschiedliche Erfahrungen mit Nähe, Intimität, Scham, Grenzen oder Gewalt mit. Ein professioneller Umgang mit Sexualität bedeutet daher:

  • Verlässliche Orientierung für Fachkräfte
  • Transparenz für Jugendliche, Eltern & Träger
  • Klare Haltung im Umgang mit Grenzverletzungen
  • Prävention durch Wissensvermittlung & Beziehungssicherheit


Inhaltliche Schwerpunkte

In der Erarbeitung oder Weiterentwicklung Ihres sexualpädagogischen Konzepts begleite ich Sie inhaltlich und methodisch: angepasst an Ihre Einrichtung und Ihre Zielgruppe. Mögliche Inhalte:

  • Sexuelle Entwicklung und Identitätsfindung bei Jugendlichen
  • Umgang mit Scham, Sprache & Körperthemen
  • Regeln & Schutz im Umgang mit Intimität, Medien & Beziehungen
  • Professionelle Reaktionen auf grenzverletzendes Verhalten
  • Traumasensible sexualpädagogische Haltung im Alltag
  • Kooperation mit Eltern, Sorgeberechtigten und Fachstellen
  • Einbindung ins bestehende Schutzkonzept
  • Verankerung im Team – durch Schulung und Reflexion


Gemeinsam zur Konzeptentwicklung

Ob Sie ein neues Konzept entwickeln oder ein bestehendes überarbeiten möchten, ich begleite Sie fachlich fundiert und prozessbezogen. Dabei steht Ihre Einrichtung mit ihren individuellen Bedarfen im Mittelpunkt.

 

Lassen Sie uns ins Gespräch kommen! Ich unterstütze Sie gerne bei der Entwicklung eines sexualpädagogischen Konzepts, das zu Ihnen passt.